← Journal

Laser-Haarentfernung: Wie viele Sitzungen brauchst du wirklich?

Handstück des Diodenlasers für die Haarentfernung in der Ästhetikoase Ebikon

Für eine deutliche, langanhaltende Haarreduktion sind in der Regel 6 bis 8 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen nötig. Der Grund liegt im Haarzyklus: Der Laser erreicht nur Haare in der aktiven Wachstumsphase, und das ist zu jedem Zeitpunkt nur ein Teil deiner Haare.

Der Haarzyklus erklärt, warum eine Sitzung nie reicht

Jedes Haar durchläuft drei Phasen: die Wachstumsphase, eine kurze Übergangsphase und die Ruhephase. Nur in der Wachstumsphase ist das Haar fest mit der Wurzel verbunden und enthält viel Melanin — genau das braucht der Laser als Ziel.

Zu jedem beliebigen Zeitpunkt befindet sich immer nur ein Teil deiner Haare in dieser Phase. Alles andere ist für den Laser praktisch unsichtbar. Deshalb behandeln wir in Abständen: Bei jeder Sitzung erwischen wir die Haare, die gerade neu aktiv geworden sind.

Wer dir eine dauerhafte Haarfreiheit in zwei Sitzungen verspricht, ignoriert diese Biologie. Ich sage dir lieber vorher ehrlich, worauf du dich einlässt.

Wie der Laser die Haarwurzel erreicht

Der Diodenlaser sendet Lichtimpulse aus, die vom Melanin im Haar aufgenommen und in Wärme umgewandelt werden. Diese Wärme wird entlang des Haares zur Wurzel geleitet und verödet sie — ohne die umliegende Haut zu verletzen.

In der Ästhetikoase arbeite ich mit einem System, das vier Wellenlängen kombiniert (755, 808, 940 und 1064 nm). Das ist der entscheidende Unterschied zu klassischen Ein-Wellenlängen-Geräten: Unterschiedliche Wellenlängen erreichen Haarwurzeln in unterschiedlichen Tiefen und lassen sich an verschiedene Hauttypen anpassen — von sehr hell bis dunkel, Hauttyp I bis VI.

Eine Saphir-Kontaktkühlung kühlt das Handstück während jedes Impulses. Deshalb beschreiben die meisten Kundinnen die Behandlung als kurzes Wärmegefühl, vergleichbar mit einem feinen Gummibandschnippen.

Bei welchen Haaren der Laser gut wirkt — und bei welchen nicht

Am besten sprechen dunkle Haare an, also braune bis schwarze, weil sie viel Melanin enthalten. Sehr helle, rote oder graue Haare enthalten zu wenig Farbpigment und lassen sich mit Licht kaum erreichen. Das gilt für jedes Lasergerät auf dem Markt.

Deshalb beginnt bei mir jede Laser-Behandlung mit einer kostenlosen Erstberatung. Dort prüfe ich deinen Haut- und Haartyp — und sage dir auch, wenn Lasern bei dir wenig Sinn ergibt.

Richtig vorbereiten: das macht den Unterschied

Rasiere die Zone rund 24 Stunden vor dem Termin. Nicht wachsen, nicht epilieren und keine Enthaarungscreme in den vier Wochen davor — die Wurzel muss vorhanden sein, sonst hat der Laser kein Ziel.

Vier Wochen vor dem Termin solltest du intensive Sonne und Selbstbräuner meiden. Gebräunte Haut enthält mehr Melanin, was die Behandlung weniger präzise und unnötig belastend macht.

Nach der Sitzung: 48 Stunden keine Sauna, kein Solarium, kein intensiver Sport. Und für die nächsten Wochen Lichtschutzfaktor 50 auf der behandelten Zone.

Wann du am besten startest

Ideal ist der Start im Herbst oder Winter. Die Haut ist dann nicht gebräunt, und bis zum Sommer hast du die Grundserie durch. Wer im Frühling anfängt, kann trotzdem starten — dann planen wir die Termine einfach mit mehr Rücksicht auf Sonnenpausen.

Nach der Grundbehandlung genügt meist eine Auffrischung pro Jahr. Hormonelle Veränderungen können einzelne neue Haare aktivieren; dafür reicht in der Regel eine kurze Sitzung.

Häufige Fragen

Termin buchen Zurück zum Journal
WhatsApp